Nachrichten von Kreis_Lueneburg
(info) Bardowick. Mit einem Festgottesdienst am 15. Januar wird die neue dreimanualige Orgel im Bardowicker Dom eingeweiht. Das teilt die Klosterkammer Hannover mit. In der Presseinformation der Klosterkammer heißt es dazu:
Das von der Alexander Schuke Potsdam-Orgelbau GmbH in den Jahren 2010 und 2011 im thüringischen Stil der Bachzeit unter Verwendung des Orgelgehäuses aus dem 19. Jahrhundert errichtete Werk gehört mit seinen 45 Registern zu den derzeit größten Orgelneubauten in Niedersachsen.
An den Kosten ist der von der Klosterkammer Hannover vertretene Allgemeine Hannoversche Klosterfonds als Eigentümer des Domes mit 595.000 Euro einschließlich der Restaurierung des Gehäuses und der begleitenden Baumaßnahmen beteiligt. Die Ev.-luth.- Kirchengemeinde St. Peter und Paul trägt mit Hilfe zahlreicher Spenden 135.000 Euro.
Dem Auftrag für den Neubau im Februar 2010 waren eine intensive konzeptionelle Abstimmungzwischen Kirchengemeinde, Klosterkammer und Orgelfachleuten sowie ein öffentlicher Teilnahmewettbewerb vorausgegangen.
Der Neubau war erforderlich geworden, weil die 1867 von Philipp Furtwängler aus Elze gebaute Domorgel nach mehreren klanglich entstellenden und technisch fehlerhaften Sanierungen nicht mehr funktionstüchtig war. Dadurch war die Kirchengemeinde gezwungen, auf ein elektronisches Provisorium auszuweichen, was der gottesdienstlichen, kirchenmusikalischen, geschichtlichen und architektonischen Bedeutung des Domes nicht entsprach.
Das Programm der Orgeleinweihung beginnt um 10 Uhr mit dem Festgottesdienst; die Predigt hält Landessuperintendent Dieter Rathing. Beim anschließenden Empfang spricht unter anderem der neue Klosterkammerpräsident Hans-Christian Biallas. Nach einem Mittagsimbiss im Dom stellt der Orgelsachverständige der Klosterkammer Hannover, Landeskirchenmusikdirektor i. R. Prof. Harald Vogel, um 13.30 Uhr das neue Instrument vor. Um 17 Uhr spielt Prof. Vogel Werke von Lüneburger Komponisten, J. S. Bach und seinen Schülern.
Das gesamte Einweihungsprogramm ist öffentlich; die Teilnahme ist kostenfrei.