Nachrichten von Kreis_Lueneburg
(sp) Lüneburg. Interkommunale Zusammenarbeit, das klingt erst einmal sperrig. Dabei geht es im Kern um nichts mehr und nichts weniger als „gelebte, gute Nachbarschaft“. Das machte jetzt Bardowicks Samtgemeindebürgermeister Günter Dubber im Lüneburger Rathausgarten deutlich. Dubber, Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge und die Kollegen aus den Bardowicker Mitgliedsgemeinden unterzeichneten am Mittwoch (20. April 2011) eine Vereinbarung, sich bei Projekten und Planungen künftig noch enger als bisher abzustimmen. „Die Zeit des Konkurrenzdenkens ist lange vorbei“, erklärte Günter Dubber. „Es liegt doch auf der Hand, dass wir uns nur dann gut aufstellen können, wenn wir gemeinsam stark sind, wenn wir sachlich streiten können, aber dann auch gemeinsam Lösungen finden, mit denen beide Seiten gut leben können.“ Die Auswirkungen der eigenen Planungen auf die Nachbarn im Auge zu haben, sei selbstverständlich.Die Unterschriften unter der Vereinbarung für Interkommunale Zusammenarbeit besiegeln jetzt auch ganz förmlich die „gemeinsame Verantwortung für die weitere Entwicklung des Raums Lüneburg-Nordwest“. Das betrifft beispielsweise die Punkte Siedlungswachstum, Verkehr und Bauleitplanung. Wenn die eine Gemeinde etwas plane, sollen die anderen möglichst frühzeitig Bescheid wissen und ihre Wünsche äußern können, bevor die Pläne schon zu fest gezurrt sind, um etwas zu ändern.Gerade Lüneburg und Bardowick verbinde gemeinsame Aufgaben und Interessen, unterstrich Oberbürgermeister Mädge. Die gemeinsame Umgestaltung des historischen St. Nikolaihofs in Bardowick sei ein Beispiel. Zudem verfügten Lüneburg und Wittorf über die einzigen größeren Ansiedlungsflächen für Gewerbe. Mädge dankte Dubber für sein Engagement. Er selbst sei überzeugt, dass andere Nachbarn dem Beispiel folgen würden. „Denn es ist besser, etwas selbst vor Ort zu regeln, bevor es staatliche Lösungen gibt, die immer schlechter sind, als das was man freiwillig macht.“Eingeklinkt ins Foto ist rechts oben Heiner Luhmann, Gemeinde Handorf, der etwas später zum Termin kam.20. April 2011Foto: Hansestadt Lüneburg