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Nachrichten aus Bad Frankenhausen/Kyffhäuser





-- Von Anna Mertens und Björn Menzel --

Bad Frankenhausen/Kyffhäuser, Mi. 18.01.12 17:48
Nachrichten von Redaktion_LocalXXL

Straußberg (dapd-lth). Die brutale Tötung von vier Rindern nahe Straußberg (Kyffhäuserkreis) ist der fünfte Vorfall ähnlicher Art innerhalb der vergangenen sechs Jahre. In der Nacht zum Dienstag hatte ein der Polizei bislang unbekannter Täter in einem Stall sieben Rinder niedergestochen. Drei überlebten mit Verletzungen. Es habe zuvor bereits drei Attacken auf weidende Rinder gegeben, sagte der zuständige Amtsarzt Gunter Wolf auf dapd-Anfrage. Außerdem wurden vor zwei Jahren zwei junge Kühe im Stall getötet.Landwirt Tino Klöppel spricht von einer «kranken Tat» und «Mordlust». Seine Tiere waren nun und vor 23 Monaten Ziel der Attacken. Damals wurden an gleicher Stelle zwei Kühe niedergestochen und drei weitere verletzt. Den damaligen Täter hat die Polizei bis heute nicht ermitteln können. Auch bei den anderen drei Fällen ist die Identität des Täters Wolf zufolge weiterhin unbekannt.Die vier Tierkadaver wurden am Dienstag in das Thüringer Landesamt für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz in Bad Langensalza gebracht. Zwei der Rinder wurden im Beisein des Amtsarztes Wolf seziert, von den anderen beiden wurden Proben genommen.Den Untersuchungen zufolge seien die Tiere vermutlich mit einem spitzen Gegenstand, der Klingen an beiden Seiten hat, tödlich verletzt worden, sagte Wolf. Die Waffe müsse wenigsten 80 Zentimeter, wenn nicht sogar länger gewesen sein. Der Täter sei sehr bestialisch vorgegangen. Tierärzte versorgten die beiden verletzten Rinder. Ein Tier schwebt dem Landwirt zufolge jedoch noch in Lebensgefahr.Der 39-jährige Klöppel, der unweit des Tatortes in der Ortschaft Scherberg wohnt, hält seine 70 Rinder trotz der beiden Angriffe weiterhin im selben Stall mit Weide drum herum nahe Straußberg. «Ich habe keine andere Möglichkeit», sagte er. Die Weide befinde sich in einem abgelegenen Waldstück. Das Gelände habe er «normal» gesichert: mit Maschendraht- und Elektrozaun. Auf der Wiese weiden Färsen, das sind weibliche Tiere im Alter zwischen vier Monaten und zwei Jahren, die noch nicht gekalbt haben.dapd / mer / bme / it/ /1