
Nachrichten von Redaktion_LocalXXL
Ingolstadt/Augsburg (ddp-bay). Überfrierende Nässe und Blitzeis haben am Donnerstagmorgen vor allem im Norden Oberbayerns und in Schwaben zu mehreren Hundert Verkehrsunfällen geführt. Vor allem Berufspendler wurden von den eisglatten Straßen überrascht und mussten zum Teil erhebliche Behinderungen in Kauf nehmen. In Nord- und Südschwaben meldete die Polizei in der ersten Tageshälfte rund 140 Unfälle. Dabei wurden rund 20 Personen verletzt, zwei davon schwer. In Oberbayern ereigneten sich zwischen 6.00 Uhr und 12.00 Uhr allein in den Bereichen Erding, Fürstenfeldbruck und Ingolstadt rund 110 wetterbedingte Unfälle. In den meisten Fällen blieb es bei Blechschäden. Hochbetrieb herrschte bei Polizei und Rettungsdiensten insbesondere im schwäbischen Landkreis Aichach-Friedberg. Im Bereich der zuständigen Polizeiinspektion habe es in nur eineinhalb Stunden 20 wetterbedingte Unfälle gegeben, sagte ein Polizeisprecher. Manche Steigungen mussten vorübergehend gesperrt werden. Bei einem Unfall wurden fünf Personen in ihren Fahrzeugen eingeklemmt, die Feuerwehr musste sie herausschneiden. «Es ist aber zum Glück glimpflich abgegangen, die Verletzungen hielten sich in Grenzen», sagte der Sprecher. Selbst ein Streuwagen der Straßenmeisterei war in einen Verkehrsunfall verwickelt. Das Räumfahrzeug schleuderte auf der Strecke zwischen Matzenhofen und Kettershausen in einer leichten Linkskurve auf die Gegenfahrbahn und beschädigte dort zwei Pkw. Verletzt wurde niemand. Ähnlich beansprucht war die Polizei in Augsburg und im südlichen Landkreis. Innerhalb einer Stunde mussten 31 Stürze, fünf Unfälle sowie zwei Unfälle mit Bussen aufgenommen und behandelt werden. «In der Leitstelle wissen sie nicht mehr, wo ihnen der Kopf steht», sagte Friedhelm Bechtel vom Amt für Brand- und Katastrophenschutz. Minütlich würden neue Meldungen über weitere Stürze, zum Teil mit erheblichen Verletzungen als Folge eingehen. Bei einem Sturz auf eisglatter Fahrbahn zog sich eine 20-jährige Fußgängerin in Augsburg so schwere Verletzungen zu, dass sie mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden musste. Mehrere Straßen wurden aufgrund der extremen Eisglätte unpassierbar. ddp/mph/jgu
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