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Nachrichten aus Augsburg





(dapd - Feature) Augsburger Einbruchsserie vermutlich geklärt - 54-jähriger Haupttäter gefasst - 130 Fälle seit Oktober -- Von Klaus Wittmann und Till Erdtracht --

Augsburg, Do. 17.02.11 13:32
Nachrichten von Redaktion_LocalXXL

Augsburg (dapd-bay). Eine ungewöhnliche Vielzahl von Einbrüchen hat den Menschen in Augsburg Angst gemacht. 130 Fälle von sogenannten Dämmerungseinbrüchen nahm die Polizei seit Oktober in der Stadt auf. Nun ist ein 54 Jahre alter Mann festgenommen worden, der hauptverantwortlich für die Serie sein soll. Noch ist unklar, ob es sich bei dem aus Albanien stammenden Tatverdächtigen um einen Einzeltäter oder den Kopf einer Bande handelt, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Der oder die Täter drangen immer zur Dämmerung bevorzugt in Einfamilienhäuser und Reihenhäuser ein. Dabei gingen sie meist nach dem gleichen Muster vor: Sie hebelten ein rückwärtiges Fenster oder eine Terrassentür auf, durchsuchten innerhalb kürzester Zeit Wohn- und Schlafräume, stahlen Bargeld und Schmuck. Den dabei entstandenen Schaden bezifferte der Sprecher auf eine Summe im sechsstelligen Bereich. Zwtl: «Spürbare Verunsicherung in der Bevölkerung» Die Zahl der Einbrüche ist seit der Festnahme des Mannes Anfang Februar stark zurückgegangen. Der Tatverdächtige soll im schwäbischen Raum weitere Einbrüche begangen haben. Er war in einem Wohngebiet in Göggingen festgenommen worden. Bei einer Polizeikontrolle hatte er falsche Personalien angegeben. Die Ermittler untersuchen nun das Umfeld des Mannes, um möglichen Mittätern auf die Spur zu kommen. Die Zahl der Einbrüche war in der «laufenden Saison» - typischerweise häufen sie sich in der dunklen Jahreszeit - so hoch, dass sie in Bürgerversammlungen in Stadtteilen von Augsburg und Nachbarstädten schon zum Thema wurden. Peter Wendel, Bürgermeister der 3.000-Einwohner-Gemeinde Aystetten, wo zahlreiche wohlhabende Bürger leben, sprach von einer «spürbaren Verunsicherung in der Bevölkerung». Zwtl: Betroffene leiden unter psychischen Folgen Aufgrund der Vielzahl der Delikte hatte die Polizei die Ermittlungen zuletzt stark intensiviert. Polizisten seien sowohl offen als auch verdeckt im Einsatz gewesen, sagte der Sprecher. Die aus Augsburg stammende Grünen-Landtagsabgeordnete Christine Kamm hatte schon eine Aufstockung der Polizeikräfte zur Aufklärung der Serie gefordert. «Der Fahndungsdruck muss verschärft werden, um Wohnungseinbrecher abzuschrecken», sagte sie. Wer jemals Opfer eines Einbruchs geworden ist, hat damit oft lange zu kämpfen. Der Augsburgerin Ute Michallik waren die Ereignisse jener Novembernacht lange präsent. Innerhalb von Minuten war der Schmuck - Erbstücke von Mutter und Großmutter - weg. «Inzwischen bin ich einigermaßen drüber weg», sagte sie. Der Augsburger Polizeisprecher Robert Göppel riet Betroffenen, es nicht zu sehr auf sich zu beziehen, wenn Einbrecher in ihre Privatsphäre eingedrungen sind. dapd/wit/erd/iha /1
Quelle: dapd



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