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Parteiübergreifender Planungskreis sieht gute Chancen für eine Realschule Hallertau

Au in der Hallertau, So. 28.02.10 16:43

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Foto: FDP-Kreisverband Freising / Pressesprecher

Au/ Die Diskussion um einen neuen Realschulstandort im Landkreis Freising hat einen Planungskreis ins Leben gerufen. Der Kreisvorsitzende der Freisinger Liberalen Dr. Peter Siemsen lässt damit Worten Taten folgen: Nachdem er Mitte Januar am FDP-Forum für Schulpolitik zusammen mit seiner Parteikollegin Anna Maria Sahlmüller und dem Elternvertreter aus der Marktgemeinde Au Klaus Stuhlreiter von Bündnis 90/Die Grünen bei der Lösung der Realschulfrage zur parteiübergreifenden Zusammenarbeit aufgerufen hatte, gewann er hierfür rasch tatkräftige Mitstreiter. Der CSU-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Dr. Florian Herrmann, der Auer Bürgermeister Karl Ecker und die CSU-Kreisräte Mariele Klose und Martin Hellerbrand sagten spontan ihre Unterstützung zu, einen landkreisübergreifenden Diskussions- und Planungsprozess zur Realschulstandortfrage in Gang zu setzen.

Beim ersten Treffen am 5. Februar in Au formulierte der Planungskreis das Ziel, ein nachhaltiges Planungsszenario zu entwickeln, das dem Schulbedarf im gesamten Landkreis gerecht wird. Über 3 Stunden führten die Planungskreismitglieder eine Pro- und Contra-Debatte zu den einzelnen Standortoptionen. Stuhlreiter bezeichnete die Berücksichtigung des nördlichen Landkreises als dringend notwendig, um die Attraktivität und Infrastruktur der Gemeinden in der Hallertau zu erhalten. „Eine Realschule in Au würde die Anfahrtswege für die Schüler der nördlichen Landkreisgemeinden deutlich verkürzen und zum Attraktivitätserhalt der Region beitragen“, fasste Siemsen die Pro-Argumente für die Marktgemeinde als Standort zusammen. „Allerdings wäre hiermit noch keine Entlastung der Realschulen in Eching und Freising erreicht“, lautete der Hinweis von Florian Herrmann. Zu einem kompletten Realschulneubau in Freising äußerte er sich allerdings skeptisch. „Ich möchte keinen Schulballungsraum im Landkreis“, erklärte Herrmann. Bei der Bewertung der Standortalternativen müssten in jedem Fall die Attraktivitätschancen des möglichen Realschulstandorts im Vordergrund stehen, so der CSU-Kreisvorsitzende. „Unter Berücksichtigung der Schülerströme aus den Gemeinden der Nachbarlandkreise sehe ich für den Betrieb einer dreizügigen Realschule in Au kein Problem“, erklärte Ecker.

Um dem Schulbedarf im nördlichen und südlichen Landkreis gleichermaßen gerecht zu werden, favorisierten die Teilnehmer schließlich eine Realschulerweiterung in Freising und den Ausbau der Hauptschule in Au zur Realschule. Die Hauptschüler würden hierzu von Au nach Nandlstadt umgeleitet. Der Planungskreis zeigte sich mit dem Bewertungsergebnis zufrieden. Siemsen erklärte: „Dieses Szenario stellt eine kosteneffiziente Lösung dar, die dem Schulbedarf im gesamten Landkreis gerecht wird und den ländlichen Raum stärkt. Gleichzeitig weist es hohe Flexibilität gegenüber Schülerzahlfluktuationen auf und darf daher als zukunftssicher und nachhaltig bezeichnet werden.“ „Neben der hinzugewonnenen Realschulversorgung im Norden würde bei dieser Lösung auch der Hauptschulstandort Nandlstadt gesichert“, merkte Ecker an. Herrmann hob positiv hervor, dass die Realschulerweiterung in Freising auch das wachsende Schüleraufkommen im Süden des Landkreises berücksichtige. „Nun gilt es, das Ergebnis in den politischen Fraktionen und Entscheidungsgremien abzustimmen“, sagte Sahlmüller zum Abschluss des Treffens.

Einen Tag nach der mit Spannung erwarteten Schulausschusssitzung des Landkreises am 25. Februar traf sich der Planungskreis erneut, um den Fortschritt des politischen Abstimmungsprozesses zu bewerten. Die Empfehlungen und Beschlüsse des Ausschusses beurteilten alle Teilnehmer positiv. „Neben der Bedarfssituation in Eching und Freising wurde auch die von uns gewünschte Realschule in der Hallertau erstmals erwähnt und als weitere Alternative zur Stärkung des Landkreis-Nordens in Erwägung gezogen“, berichtete Bürgermeister Ecker. Das Konzept einer Realschule in Au bei gleichzeitiger Erweiterung von Eching und Freising hat für Sahlmüller großen Charme, da damit ein Schulneubau im Landkreis definitiv vermieden würde. Siemsen zeigte sich mit dem bisher Erreichten überaus zufrieden. „Wir sind dem Ziel einer Realschule im nördlichen Landkreis ein gutes Stück näher gekommen. Nun sind die beteiligten Kommunen im Landkreis Freising am Zug, detaillierte Planungen zu erarbeiten“, lautete das positive Fazit des FDP-Kreischefs. „Ohne den vorab durchgeführten, partei- und gemeindeübergreifenden Abstimmungsprozess wären wir nie so weit gekommen“, lobte Ecker zurückblickend das Engagement aller Beteiligten.

Quelle: FDP-Kreisverband Freising / Pressesprecher



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