
Nachrichten von Redaktion_LocalXXL
Gießen (ddp-hes). 14 Jahre nach dem Mord an einer Rentnerin im mittelhessischen Allendorf ist das Verbrechen offenbar aufgeklärt. Gegen zwei dringend tatverdächtige Männer im Alter von 38 und 39 Jahren sei Untersuchungshaftbefehl ergangen, teilte die Polizei in Gießen am Freitag mit. Beide Männer seien teilweise geständig. Dem Ermittlungserfolg war ein Hinweis aus der Bevölkerung vorausgegangen. Die 67-jährige Frau war im Februar 1996 in ihrem Haus in Allendorf mit schweren Kopfverletzungen tot aufgefunden worden. Die Ermittler waren von einem Raubmord ausgegangen, umfangreiche Ermittlungen blieben jedoch ohne Ergebnis. Erst Anfang dieses Jahres gab es einen konkreten Hinweis. «Offenbar hat jemand, der Kenntnisse von der Tat hatte, sein schlechtes Gewissen geplagt», sagte ein Polizeisprecher ohne konkreter zu werden. Nach dem Hinweis konnten die Ermittler einen heute 39-Jährigen festnehmen, der sich zuletzt im offenen Maßregelvollzug in Baden-Württemberg befand. Beim zweiten Tatverdächtigen handele es sich um einen 38-Jährigen aus dem Landkreis Gießen, der bereits wenige Tage nach dem Mord an der 67-Jährigen in einer anderen Sache zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden war. In ihren Geständnissen räumten die Männer ein, dass sie es auf das Geld der nicht sonderlich betuchten Frau abgesehen hatten. Ihre Beute seinerzeit soll 70 Mark betragen haben, hieß es weiter. ddp/ote/muc